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Sonntag, 05. Oktober 2008 - 21:41 -- Studium, Freizeit
Heute habe ich mich mal wieder als Tourist betätigt. Eigentlich mag ich es ja nicht mit so großen Gruppen von "Touristen" unterwegs zu sein. Das hat immer etwas von einem Barbareneinfall. Es ist aber eine der wenigen Möglichkeiten ohne Auto aus Grenoble rauszukommen...
Aber der Reihe nach: Wir waren mit eine Vereinigung für die Austauschstudenten unterwegs und waren zu ca. 20 Personen unterwegs. Vor weg kann man schon mal sagen das es ein schöner Tag war!
Jetzt aber zu den verschiedenen Bedeutungen des Wortes Chartreuse und zwar der Reihe nach, Das Bergmassiv des Chartreuse erstreckt sich zwischen Grenoble im Süden, Chambery im Norden und Voiron im Westen. Grenoble ist außerdem von den Massiven des Belldonne (Beginn der Alpen) und Vercors umgeben. Die höchsten Berge des Chartreuse-Massivs liegen auf knapp über 2000 Meter. Und mit den Bergen haben wir auch angefangen. Als erstes ging es auf den Col de Porte um dort eine Fromagerie (Käsemacherei) zu besuchen. Diese liegt auf knapp über 1300 Meter und wir konnten den ersten Schnee für dieses Jahr genießen. Überraschten Anfang Oktober (wohl auch für diese Gegend)!
Danach sind wir wieder ins Tal, nach St-Hugues-de-Chartreuse, gefahren. Alles in allem ein sehr verschlafenes Nest. Aber es gibt dort eine äußerst interessante Kirche mit zeitgenössischen Kirchenmalereien des Künstlers Arcabas. Sehr beeindruckten, auch da in einer katholischen Kirche Werke gezeigt werden die sich durchaus kritisch mit dem Glauben auseinandersetzen ein Werk heißt z.B. zweifelnder Engel). Ich habe auf Fotos verzichtet, da ich das in einer Kirche nicht so angebracht finde. Hier aber für alle die es interessiert die Website: www.saint-hugues-arcabas.fr
Danach sind wir dann zur Grand Chartreuse gefahren, wo 1084 der Kartäuserorden gegründet wurde. Womit wir bei der zweiten Bedeutung von Chartreuse angekommen wären, nämlich dem Orden und dem Kloster. Diesen Orden gibt es dort immer noch, weshalb man die eigentlichen Klostergebäude auch nicht betreten kann. Es gibt dort aber auch ein sehr interessantes Museum, in dem das Leben der Mönche sehr anschauliche beschrieben wird. Sie haben ihr leben dem Dienst an Gott verschrieben und leben den Großteil des Tages in absoluter Stille und Einsamkeit. Diese Zeit verbringen sie mit Beten und dem Studium. Ich muss sagen dieser Orden übt auf mich doch eine gewisse Faszination aus auch wenn ich bezweifle das es der richtige Weg ist sich komplett von der Welt zurückzuziehen.
Nun noch zur letzten Bedeutung und damit auch zum Ende unseres Ausflugs. Am Abend haben wir nämlich noch die Caves de Chartreuse besucht, wo der gleichnamige Likör hergestellt wird. Und das Rezept dafür stammt wohl wo her? Richtig von den Mönchen! Aber heute wird das ganze in Voiron gebraut. Naja ein nicht ganz so spannender Abschluss unserer Tour...
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Herta aus Herford - 07.10.2008 - 20:36
hertag@t-online.de |
Liebe Grüße aus Herford. Wir haben deinen neuen Eintrag gelesen und uns sehr gefreut. Omi am meisten, weil sie sich an ihre Ausflüge erinnert hat.
Schöne Grüße, Omi, Annegret und Sarah.
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Jakob aus Norddorf auf Amrum - 08.10.2008 - 13:31
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Ja das mit dem Likör ist mir bekannt und jetzt hab ich auch noch Hintergrundwissen das ich meine Gästen dazu erzählen kann... ;-) Trinft sich doch gut!
Gruß Jakob
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